Weshalb der Clown kaum Schmerzen hat aber öfter mal traurig ist!

Weshalb der Clown kaum Schmerzen hat aber öfter mal traurig ist!

Der Clown erwachte eines schönen Morgens und hatte furchtbar schlimme Bauchschmerzen und ungemein stark quälten ihn seine Zähne.

Außerdem bereitete ihm Clownsein Rücken gar schändliche Ungemach.

Mühsam und unter kräftiger Pein wand sich dann der Clown aus seinem Bett, um sich vom Tigerdompteur einige starke Schmerztabletten zu leihen.

Auf dem Wege zur Tür seines Wohnwagens erblickte der Geschundene sein Bild im Spiegel über dem Waschbecken.
Der Clown begann darob furchtbar laut und heftig zu lachen, weil er so schmerzverzerrt, gebeugt mit verdrehten Armen und Beinen gar wundersam witzig und ungemein lustig in dem Spiegel wirkte.
Über dieses lange Lachen und Jauchzen hin vergaß der Clown seine Schmerzen und es ging ihm momentan ganz wunderbar.

„Deshalb bin ich ein Clown“, dachte er sich, „weil ich so eine lächerliche Gestalt bin, dass sogar ich über mich lachen muss.“

Kurze Zeit später lag unser Held fürchterlich traurig auf seiner Liege und weinte bitterlich. Zu gern hätte auch er einmal unter seinem Schmerz gelitten und alle wären um sein Bett gestanden, mitleidigen Blickes und die wunderschöne Seiltänzerin hätte seine Hand gehalten, wie sie es beim Tigerdompteur immer tat.

So aber war er halt wie immer etwas traurig. Und das muss ein Clown wahrscheinlich sein, um sich beim Publikum zum dummen August zu machen.

Nun wissen wir, weshalb der Clown kaum Schmerzen hat, dafür aber öfter mal traurig ist.

© Andreas Franke

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